"How-to" Rocking Houston

Notizen eines USA-Novizen
So, 22.12.2002

 

 


Willkommen in Boston

 

 


Bostons Hafen in der Dämmerung

 

 


Endlich am Ziel - Das Cheers

 

 


Stützbier!

 

 


Die legendäre Mannschaft des Cheers

 

 


The sky is the limit

 

 


Das alte spiegelt sich im neuen

 

 


 

 


Enten im Stadtpark

 

 


 

 


Esel unter sich

Adieu Houston! Good bye. Arrividerci! Das war's. Seit gestern ist Texas Geschichte.

Noch ein letztes mal hatte ich Zeit, um den Blick über "die geilste Stadt von Welt" (ungefähr O-Ton vom International Office der Uni hier) schweifen zu lassen. Eine Stadt, in der man sogar Diebels bekommt (im Austausch gegen 4 Dollar, versteht sich). Aber auch in einer Stadt, in der man um 1:00 Uhr aus Innenstadt-Pubs, in dem es eben besagtes Alt gibt, hinausgefegt wird.

Innenstadt? Mit Innenstadt meine ich hier Downtown. Houston-Downtown, vor Anreise meine Hoffnung. Downtown! Downtown, da erwartet man grosses. Grosse Wolkenkratzers. Pulsierendes Leben. Stagnierender Verkehr. Und irgendwie alles andere drum herum.

Für Houston greift diese Form von Downtown nicht. Downtown ist tot. Nix Geschäfte, nix Nightlife. Für zukünftige Houstonians sei daher ausschliesslich die Galleria Area ans Herz gelegt. Aber die war halt doch einige Meilchen oder so entfernt.

Sei's drum. Ein letzter Blick zurück. Vor uns liegen definitiv bessere Tage, denn meine letzten amerikanischen Tage lenken mich nach Boston und New York. Weil Flüge aber hierzulande so langsam generell für mich mit Problemen behaftet sein müssen, wurde mein ursprünglicher Flug nach Atlanta gestrichen. Was aber gar nicht mal so verkehrt war, denn Delta verschaffte mir dafür ersatzweise einen Direktflug nach NYC, der zeitgleich ankommen sollte.

Um die Sache nicht zu einfach zu machen, stellte ich einen neuen persönlichen Rekord beim Durchlaufen der verschiedenen Sicherheitsstufen auf. Über eine Stunde! Eine verdächtige gute Zeit!! Und das sogar ohne "random security check". Ebenfalls eine ganz neue Erfahrung für mich. Das der "random" ist, hatte ich denen ja, seitdem ich mich immer wieder bis zur Unterhose entblättern durfte, ohnehin nicht abgekauft. Und jetzt das. KEIN extra Check meiner Person. Toll! Ich war fast ein wenig enttäuscht.

Der Tag der grossen Rückkehr. Schauplatz: New York. Meine etwa 70 Kilo Gepäck überzeugten mich doch relativ schnell, wieder in den sauren "the big apple" zu beissen, mir ein Taxi vom JFK Airport gen Manhattan zu genehmigen ("Duuu Monte, gönnst Du uns eine Fahrt im Kofferraaaum?"). Die Kosten hab ich verdrängt. 45 harte amerikanische Bucks oder so wurden glaube ich fällig. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nach einer Übernachtung in NYC ging es dann am frühen Morgen im Greyhound weiter nach Boston. Ich hatte ja schon überlegt, was ich tourmässig noch die letzten Tage einbauen sollte. Hab kurz auch an Washington DC gedacht, aber schon wenige Momente nach Ankunft in Boston war klar, das meine Entscheidung die richtige war. Sehr nette Stadt! Sehr, sehr nett. Ich vermute, diese Meinung bildet sich überwiegend aus der Tatsache, dass Boston die mutmasslich europäischte Stadt des Amilšndle ist. Ein Stadtkern, welchen man im klassischen Sinne auch als solchen bezeichnen kann, alte Häusers en masse, viele davon nach guter, alter viktorianischer Bauart.

Und mittendrin natürlich das Hauptziel für einen ehemals begeisterten Gucker der TV-Kneipe "Cheers". Die Original-Bar, das "Bulls & Finch", nach der die Bar der Serie nachempfunden wurde, liegt in bester Bostoner Lage. Ich war letzten Endes ein bisschen enttäuscht, dass diese dann doch ganz anders aussieht. Gemeinsamkeit war aber zumindest die Kellerlage. Egal, ein Bierchen war Pflicht. Auch wenn der Laden mittlerweile den Namen "Cheers" angenommen hat, Merchandising im Vordergrund steht und ich 5 Dollar für mein Null-Dreier-Budweiser abgedrückt habe... es muss einem gut gehen.

Das reichhaltige Sightseeing-Programm wurde im Eiltempo durchgezogen, der Tag sollte mit ausgiebigem Shopping abgeschlossen werden. Und dann das Panorama "Boston bei Nacht" geniessen. Aaah! Gut, Boston hat auch so seine Bausünden. Wie halt in Amerika üblich. Nicht jeder Wolkenkratzer strotzt vor Schönheit. Aber der Gesamteindruck bleibt deutlich positiv. So muss ich am Ende doch eine Träne verdrücken, dass der Aufenthalt so kurz ist. Morgen geht es zurück nach New York...

Monte Miersch

< zurück weiter >